Schwarz-Weiß-Bild: Die Porträts der neun Frauen.

Fußball kann mehr – Acht Forderungen für mehr Frauen im FußballLink zu der Seite in Leichter SpracheLink zum Beitrag in Gebärdensprache

Noch immer sind mehr als 90 Prozent der Entscheidungspositionen in deutschen Verbänden und Clubs mit Männern besetzt. Die Vielfalt der Menschen, die sich für den Fußball begeistern, spiegelt sich somit nicht in seinen Führungsgremien wider. Während der wirtschaftliche und kulturelle Nutzen gemischtgeschlechtlicher Teams in der Arbeitswelt hinlänglich nachgewiesen ist, gibt es im deutsche Profifußball weiterhin Nachholbedarf.

Damit der Fußball als gesellschaftlicher Impulsgeber seiner sozialen Verantwortung gerecht wird und eine Vorreiterrolle übernimmt, haben neun Frauen aus dem Fußball zusammen acht konkrete Forderungen aufgestellt.

Wir als KickIn! – Beratungsstelle Inklusion im Fußball unterstützen die „Acht Forderungen für mehr Frauen im Fußball“. Neun Frauen aus dem Fußball veröffentlichten diese Forderungen unter dem Titel „Fußball kann mehr“. Inklusion im Fußball bedeutet die Beseitigung von Ausgrenzungsmechanismen und die Schaffung sowie die Optimierung von Teilhabemöglichkeiten für alle Menschen, auch unabhängig vom Geschlecht. Dies gilt auch für Führungspositionen im Profifußball.

Initiiert wurde die Aktion von Almuth Schult (Profi-Fußballerin), Bibiana Steinhaus (Schiedsrichterin), Claudia Neumann (Kommentatorin), Gaby Papenburg (Präsidentschaftskandidatin für den Berliner Fußballverband), Helen Breit (Vorsitzende der Fanorganisation „Unsere Kurve“), Jana Bernhard (Geschäftsführerin der S20 – The Sponsors‘ Voice e.V.), Katja Kraus (Geschäftsführerin Jung von Matt Sports), Katharina Kiel (Geschäftsführerin talentZONE GmbH) und Sandra Schwedler (Aufsichtsratsvorsitzende FC St. Pauli).

Die konkreten Forderungen im Wortlaut:

  1. Verbindliche Quote für Fußballverbände von mindestens 30% Frauen in Führungspositionen (etwa im Präsidium, Vorstand, Geschäftsführung) bis 2024
  2. Verbindliche Quote von mindestens 30% Frauen in Aufsichtsräten sowie die Besetzung eines jeden (Club-)Vorstandes/Geschäftsführung von allen Männer und Frauen- Profiligen mit mindestens einer Frau bis 2024
  3. Paritätischer Unterbau von Frauen und Männern auf der zweiten Führungsebene bei Verbänden und Clubs bis 2024 (~50% Quote)
  4. Gezielte Programme zur Herstellung der Chancengleichheit von Frauen für die sportnahen Bereiche in den Clubs (Trainer*innen, Scouting, Nachwuchsleistungszentren, Trainer*innenlizenz, Managementprogramme usw.)
  5. Gehaltstransparenz – Gleiche Bezahlung für den gleichen Job auf jeder Hierarchiestufe
  6. Die Veränderung der Rahmenbedingungen, die Frauen und Diversität in der Organisation stärken (Recruiting, Personalentwicklung, Karriereplanung, Female-Mentoring- Programme, Vereinbarkeitsregelungen, Führung in Teilzeit, Infrastruktur am Arbeitsplatz usw.)
  7. Eine geschlechtergerechte, diskriminierungsfreie Sprache auf allen Ebenen des Fußballs
  8. Konsequente Sanktionierung jeder Form von Sexismus und Diskriminierung, auch außerhalb des Platzes und entsprechende Anlaufstellen für Betroffene Gern stehen wir bei der Umsetzung dieser Regeln, der Formulierung notwendiger Satzungsänderungsanträge und der Ausarbeitung konkreter, unterstützender Maßnahmen mit unseren Erfahrungen und dem spezifischen Wissen in unserem jeweiligen Fachbereich zur Verfügung.
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