Daniela Wurbs mit gefalteten Händen vor einer Wand mit beschriebenen Zetteln stehend. Zwei Personen schauen in Richtung Wurbs und der Wand.
Diversity Workshops bei Hertha BSC am 31.5.2022 in Berlin, Deutschland. (Foto von Jan-Philipp Burmann/City-Press GmbH)

Gender Kicks Hertha BSC

Im Rahmen des 10. Deutschen Diversity-Tags hat Hertha BSC erstmals abteilungsübergreifende Weiterbildungen nur für Mitarbeitende zu Themen rund um Vielfalt und Inklusion angeboten. Unter dem Titel „Gender Kicks Hertha – oder: warum Geschlechtergerechtigkeit im Fußball auch Männersache ist“ hat KickIn! die Aktion mit einem Workshop-Beitrag unterstützt. Die Angebote, die insgesamt von über 50 Mitarbeitenden wahrgenommen wurden, beinhalteten darüber hinaus Themen wie „Unconscious Bias”, „Frauen im Arbeitsfeld (Sport): Nicht ‚tough‘ genug oder ein‚ halber Mann‘?” und „Willkommen in der Zukunft: Was uns Vielfalt am Arbeitsplatz bringt“.

Gemeinsam mit KickIn!-Projektleiterin Daniela Wurbs beschäftigten sich die Workshop-Teilnehmenden mit Formen der Diskriminierung und Zugangsbarrieren für Frauen im Berufsfeld Fußball. In interaktiven Formaten tauschten sich Mitarbeiter*innen aus Bereichen wie Fanbetreuung, Kommunikation, Vermarktung, Merchandise und Sport zu Geschlechterrollen aus. Gemeinsam ging es unter anderem um die Frage, wie und warum Geschlechterdiversität im Fußballbusiness anders gestaltet werden sollte und welche Vorteile sich nicht nur für den ganzen Verein, sondern gerade auch für männliche Angestellte und andere soziale Gruppen daraus ergeben können.

Von Ursachen zur Umsetzung vor Ort

Vielfaltssensible Rekrutierungsprozesse, Arbeitsmodelle und Erkenntnisse aus wissenschaftlicher Forschung und Statistiken zur aktuellen Realität in und außerhalb des Fußballs waren dabei ebenso Thema, wie mögliche Ursachen und konkrete Schritte, die alle Teilnehmenden in ihrem individuellen Wirkungsbereich bei Hertha BSC ergreifen können, um Veränderungen zu erreichen.

KickIn! Projektleiterin Daniela Wurbs: „Ich war beeindruckt von der Sensibilität, dem Interesse und den Ideen, die die Mitwirkenden, darunter eben auch nicht wenige männliche Kollegen, in den Workshop eingebracht haben. Sie haben gezeigt, dass Geschlechterdiversität kein Thema ist, das nur Frauen beschäftigt. Oft wird der Profifußball zu Recht dafür kritisiert, dass nach außen viele Fahnen für Vielfalt hochgehalten werden – ein inklusiver Fußball innerhalb der Organisationen aber noch ganz weit weg erscheint. Es war auch deshalb toll, im Workshop zu sehen, wie Mitarbeitende bei Hertha sich hier intern auf den Weg machen, Diversität und Inklusion als Potenzial zu erkennen und zu nutzen.”

Theresa Hentschel-Boese, Abteilungsleiterin CSR bei Hertha BSC: „Als Hauptstadtclub repräsentieren wir unsere Stadt in all ihren Facetten: multikulturell, aufgeschlossen und vielfältig. Deshalb ist es uns ein Anliegen, dass auch unsere Mitarbeitendenschaft die Diversität der Berlinerinnen und Berliner widerspiegelt.“

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