
EDI 3.0: Rekord-Jahrgang geht an den Start
Nach zwei erfolgreichen Durchläufen geht die Weiterbildung zur Entwicklung von Diversität und Inklusion im Fußball (EDI) bereits in ihren dritten Jahrgang. Zum Auftakt kamen die Teilnehmenden in der Bundesliga-Zentrale in Frankfurt am Main zusammen und starteten gemeinsam in ein Programm, das Diversität und Inklusion als strategische Zukunftsthemen des Fußballs in den Mittelpunkt stellt. Die Weiterbildung wird von KickIn! gemeinsam mit Common Purpose Deutschland und mit Unterstützung der Bundesliga-Gruppe umgesetzt.
Mit 17 Teilnehmenden startet der bisher größte Jahrgang der EDI-Weiterbildung. Vertreten sind Mitarbeitende aus unterschiedlichen Arbeitsbereichen des Profifußballs, darunter Fanangelegenheiten, Nachhaltigkeit, CSR, Personal- und Organisationsentwicklung. Teilnehmende kommen unter anderem von Vereinen wie dem 1. FC Köln, Borussia Dortmund, FC Augsburg, Hannover 96, VfL Wolfsburg und Holstein Kiel. Zum ersten Mal werden zwei Stipendienplätze vergeben, um auch Akteur*innen aus gemeinnützigen Strukturen den Zugang zur Weiterbildung zu ermöglichen.
Grundlagen schaffen, Perspektiven erweitern
Mit einem Grußwort von Marion Mertesacker, Direktorin für Personal der Bundesliga-Gruppe und Eric Roda-Gracia, Leiter Fanangelegenheiten bei der Bundesliga, startete die neue EDI-Runde. Im ersten Modul standen die Grundlagen von Diversität und Inklusion im Fokus. Die Teilnehmenden beschäftigten sich mit zentralen Begriffen und Konzepten, reflektierten eigene Perspektiven und setzten sich mit den Erfahrungen von Menschen auseinander, die von Diskriminierung betroffen sind.
Darüber hinaus standen soziale Nachhaltigkeit im Fußball und der Umgang mit unbewussten Vorurteilen im Fokus. Marika Bernhard, Leiterin Nachhaltigkeit der Bundesliga, gab im „Bundesliga-Input zu Nachhaltigkeitskriterien“ Einblicke in aktuelle Entwicklungen und Rahmenbedingungen im Bereich Nachhaltigkeit im Profifußball.. Dr. Younis Kamil Abdulsalam von YouMo und Roots against Racism sensibilisierte im Workshop „Unconscious Bias Meets Football“ für die Auswirkungen von Vorurteilen auf Zusammenarbeit und Entscheidungen.
Ein besonderer Bestandteil des Auftaktmoduls war erneut der Vielfaltssalon. In verschiedenen Gesprächsrunden kommen die Teilnehmenden mit Gäst*innen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen und sportlichen Kontexten ins Gespräch: Unter anderem mit dabei waren René Schnettler von QFF (Queer Football Fanclubs), Keren Vogler vom DJK-Sportverband und Makkabi sowie Samee Ullah vom Wohlfahrtsverband An-Nusrat. Der direkte Austausch schaffte Raum für neue Perspektiven, persönliche Begegnungen und praxisnahe Impulse für die eigene Arbeit im Fußball.
Vielfalt im Fußball – dort, wo es zählt
Mit fünf Modulen an verschiedenen Standorten bundesweit verbindet EDI strategisches Wissen, Praxiserfahrung und den Transfer in die eigene Organisation. Ziel ist es, Fach- und Führungskräfte dabei zu unterstützen, Diversität und Inklusion nachhaltig in ihren Organisationen zu verankern und Impulse für die Weiterentwicklung bestehender Strukturen zu setzen.. So setzt EDI genau dort an, wo nachhaltige Veränderungen entstehen können: Bei den Menschen, die den Fußball tagtäglich gestalten.
Wir freuen uns auf den neuen Jahrgang und wünschen allen Teilnehmenden einen inspirierenden Start, spannende Diskussionen und viele neue Perspektiven für ihre Arbeit im Fußball.