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KickIn startet zusammen mit Arminia Bielefeld, dem Hamburger SV und Schalke 04 #KickHate! – ein bundesweit einzigartiges Modellprojekt für mehr digitale Zivilcourage im Fußball. Das Projektvorhaben wird von der Bundeszentrale für politische Bildung und der Postcode Lotterie gefördert und von der Bundesliga unterstützt. 

Fußball erreicht Millionen – Hass auch

Fußball, Vereinsleben und Fankultur finden längst nicht mehr nur rund um das Stadion herum statt: Im digitalen Raum – vor allem in den sozialen Medien – wird von Fußballbegeisterten aus allen Teilen der Gesellschaft mitgefiebert und leidenschaftlich diskutiert. Allein die Vereine der 1. Bundesliga kommen zusammen auf über 227 Millionen Follower*innen in sozialen Netzwerken. 

Diese Reichweite hat eine Kehrseite: Auch im Fußball-Netz wird Hass und Diskriminierung zu einem immer größeren Problem. Allein in der Gruppenphase der FIFA-Weltmeisterschaft 2026 wurden laut FIFA-eigenem Monitoring bereits 181.000 Hass-Kommentare identifiziert und ausgeblendet. Tendenz: seit Jahren steigend. Und damit auch die Dringlichkeit zu handeln. 

Es betrifft alle 

Hass und Diskriminierung treffen zunächst einzelne Mitglieder, Fans und Spieler*innen. Besonders häufig betroffen sind dabei jene Gruppen, die auch im Fußballalltag Diskriminierung erleben. Gleichzeitig geraten oft Menschen ins Visier, die sich für Respekt, Fairness und Solidarität einsetzen. Doch die Folgen reichen weit über die unmittelbar Betroffenen hinaus: Wiederholte Hass- und Diskriminierungserfahrungen sowie deren Normalisierung verändern digitale Fußball-, Vereins- und Fan-Communities. Studien zeigen, dass sich viele Menschen zurückziehen, wenn sie Hass im Netz erleben oder beobachten. Sie beteiligen sich seltener an Diskussionen oder ändern ihr digitales Verhalten. 

Das hat große Auswirkungen auf Fußball und Gesellschaft. Es gefährdet Inklusion, Vielfalt und eine gerechte Teilhabe – im Netz genauso wie in Vereinen und Fanszenen. Gleichzeitig ist es die enorme Strahlkraft des Fußballs und der Vereine, die hier eine entscheidende Veränderung für Respekt und Zusammenhalt lostreten kann. 

Leuchtturmprojekt mit starken Partnern 

Gemeinsam mit ihren Mitgliedern und Fans sowie einem breiten Netzwerk aus Fußball- und Fachexpert*innen entwickeln wir mit den drei Modellvereine Arminia Bielefeld, dem Hamburger SV und Schalke 04 einen ganzheitlichen Ansatz gegen Hass und Diskriminierung im Netz. 

Dafür setzt #KickHate auf drei zentrale Säulen: 

1. Empowerment & Aktivierung 

Zusammen mit Lernort Stadion sensibilisieren wir für Hass und Diskriminierung im Netz und befähigen Menschen, aktiv Haltung zu zeigen – für andere und für sich selbst. Ziel ist ein digitaler (Fußball-)Raum, in dem alle sicher teilhaben können. 

2. Community Management stärken 

Als wichtige soziale Ankerpunkte entwickeln wir gemeinsam mit den Fachverantwortlichen aus den Clubs Wege zum souveränen Umgang mit Hass und Diskriminierung auf ihren digitalen Kanälen. Ziel ist es, auch Betroffene in der “digitalen Kurve” zu schützen und auch dort klare Werte und Grenzen zu etablieren und durchzusetzen 

3. Digital Streetwork 

Hass und Diskriminierung im Netz müssen Folgen haben. Gemeinsam mit STOP HATE schaffen wir Gesprächsangebote für Menschen, die Hass verbreiten, und eröffnen Räume für Reflexion, Veränderung und Ausstiegswege aus Online-Radikalisierung. 

Kerstin Kock, Projektmanagerin #KickHate: 

“Das Ziel von #KickHate ist es Betroffene zu schützen, Demokratie und digitale Zivilcourage zu stärken. Für eine Fußball- und Fankultur, die auch digital auf Respekt, Solidarität und Teilhabe für alle baut. 

Christian Roselius, Koordinator Neue Medien Arminia Bielefeld: 

“Fußball ist ein elementarer sozialer Klebstoff in unserer Gesellschaft. Uns als Arminia Bielefeld ist im besonderen Maße an einer konstruktiven und wertschätzenden Diskussionskultur innerhalb unserer vielfältigen Fangemeinde gelegen – im analogen, wie auch im digitalen Raum. Wir freuen uns, mit #KickHate nun echte Expert*innen an unserer Seite zu wissen, mit denen wir Hass im Netz entgegentreten und unter aktiver Einbeziehung unserer Fans eine solidarische Haltung für unseren Club entwickeln wollen.“ 

Cornelius Glöbel, Direktor Fans, Kultur und Nachhaltigkeit HSV: 

„Die gesellschaftliche Kraft des Fußballs endet nicht am Stadiontor. Millionen Menschen erleben Fußball auch digital und genau dort wollen wir Verantwortung übernehmen. Mit #KickHate setzen wir uns gemeinsam für einen respektvollen Umgang und gegen Hass im Netz ein. 

Christina Rühl-Hamers, Mitglied im Vorstand FC Schalke 04: 

„Fußball lebt von seinen Fans. Deshalb wollen wir mit #KickHate möglichst viele Menschen aus der Fußball-Community ermutigen, Haltung zu zeigen und sich gemeinsam für Respekt und gegen Hass im Netz starkzumachen“ 

Digitale Innovation trifft Zivilcourage 

#KickHate setzt auch auf innovative Werkzeuge für den praktischen Umgang mit Ausgrenzung im Netz. 

Mithilfe unserer Kooperationspartner PENEMUE entwickeln wir im Rahmen von #KickHate digitale Werkzeuge für mehr Handlungsfähigkeit im Umgang mit Hass im Netz. Herzstück ist ein kostenfrei nutzbares, KI-gestütztes Tool, das Hasskommentare im Fußball und Sport und darüber hinaus erkennt und unmittelbar konkrete Handlungsempfehlungen für den Umgang damit gibt. Ergänzt wird es durch eine interaktive digitale Lernplattform, die Fans, Vereinen und weiteren Akteur*innen im Fußball praxisnahes Wissen, Orientierung und niedrigschwellige Unterstützungsangebote vermittelt. #KickHate stärkt digitale Zivilcourage, indem es Menschen dabei unterstützt, aktiv für eine respektvolle und teilhabeorientierte Fankultur einzustehen. 

Allgemeine Informationen zum Projekt & Kontakt 

Das Projekt #KickHate ist in Trägerschaft des BBAG e.V. und wird bis zum 30.11.2027 umgesetzt. Gefördert wird das Vorhaben als Modellprojekt im Rahmen der Förderausschreibung des Programms “Demokratie im Netz 2.0” der Bundeszentrale für politische Bildung. Weiterer Förderer ist die Postcode Lotterie. Die Bundesliga unterstützt das Vorhaben ebenfalls.  

Kontakte für Rückfragen zum Projekt:  

KickIn! – Kerstin Kock, Projektmanagement #KickHate – E-Mail: kerstin@inklusion-fussball.de, Telefon: +49 176 466 708 75 

KickIn! – Dominik Kaschubowski, Kommunikationsmanager KickIn! – E-Mail: dominik@inklusion-fussball.de, Teleon: +49 521 2997 240

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